Geschichten unserer Gäste
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Geschichten unserer Gäste
Erinnerungen an das Schauerhaus

    Ich war gerne Stammgast auf dem Schauerhaus !

    Wir, die evangelische Gemeindejugend Rosenheim waren bekannt und genossen im Haus eine große Freiheit: Es gab für uns keine feste Bettruhe um 22 Uhr. Bei Vollmond machten wir eine Nachtwanderung hinauf zum Hocheck, um den Kaiser bei Nacht zu sehen. Oft ging ein geselliger Abend erst spät dem Höhepunkt zu, oder wir saßen vor dem Haus und genossen die Stille der Nacht.

    Unsere Gruppen gingen gerne auf das Schauerhaus. Wenn es sich herumgesprochen hatte, "am Wochenende Schauerhaus", dann war eine große Werbung nicht mehr nötig. Das Schauerhaus prägte auch solche Jugendliche, die nur Halbschuhe hatten und von sich aus nie auf den Berg gegangen wären. Ihnen wurde mit Wanderungen, hinauf zur Rechenau etwa, der Mund wäßrig gemacht, um das Leben in den Bayrischen Voralpen, um den Kauf von Bergschuhen, Anorak und Rucksack unaufdringlich zu empfehlen.

    Einige Schlaglichter aus vergangenen Aufenthalten sollen aufleuchten: Der Thaller Reinhard aus der Kastenau sagte: "Schade, ich kann nicht mitfahren. Ich bin Torwart in der Eishockey - Schülermannschaft des EVR. Wir haben am Samstag ein wichtiges Punktspiel, da werde ich gebraucht." Er fuhr trotzdem mit, denn die Schweinsteigerin stellte ihm um halb zwölf ein Mittagessen hin, er ging zum Bahnhof, fuhr nach Rosenheim und kam zum Abendessen wieder zu uns. Natürlich mit zwei gewonnenen Punkten.

    Zum Schauerhaus gehörten auch die Abende mit viel Spielen und Geselligkeit, aber auch die Zeit der Stille und geistlicher Besinnung, z.B. zur Vorbereitung eines Gottesdienstes in der Oberaudorfer Kirche, oder der bevorstehenden Konfirmation.  

Eugen Goschenhofer, ehem. Dekan in Rosenheim und Pfarrer i.R. (verstorben am 24.12.2000)

Erinnerungen zweier Lehrerinnen,
die Gründungsmitglieder des Schullandheimvereins waren.

    Vor über 35 Jahren mag es gewesen sein. Man fuhr damals noch mit dem Zug nach Oberaudorf und schleppte das Gepäck für drei Tage unter Gestöhne und Geplauder selbst den Berg hinauf. Frau Schweinsteiger hatte schon einen kräftigen Schmarrn zubereitet, den die Mädels mit Heißhunger verspeisten. Abends saßen wir vor dem Haus - der einmalige Blick hinunter ins Inntal - hinüber nach Tirol mit dem Erler Passionsspielhaus.
    Tags darauf wanderten wir über den Auerbach nach Wall, Tatzlwurm und Sudelfeld. Die Brücke über den Auerbach fanden wir nicht. Also hieß es, Schuhe und Strümpfe ausziehen und Barfuß durch den maikalten Bach. Ein paar Ängstliche schleppte ich auf dem Buckel hinüber wie einmal Christopherus das Christkind.

    In der Nähe des Hauses saßen die Mädchen in Gruppen beisammen oder spielten auf einer herrlichen Sommerwiese. Ich setzte mich mit einer Lektüre auf ein Bankerl. Da, ein Schatten hinter mir und eine Stimme: "Jetzt mog i nimmer, iatzt schreib' i auf Rosenheim eini ! Sie sitzt da und liest und die Diandln laufn auf meina Wies'n umanand !" Mit guten Worten konnte ich den Lechner Bauern, der war es wohl, davon abbringen, an den Herrn Schulrat zu schreiben.

Thekla Ritthaler, Rektorin i.R. 

 

    In der Schulfamilie des Karolinengymnasiums Rosenheim spielte das Schauerhaus in den 50er, 60er und 70er Jahren eine vielseitige Rolle.
    Für die Stadtkinder wurde eine kleine Wanderung in stockfinsterer Nacht zum Erlebnis. Viele erlebten dort auf dem Berg zum ersten Mal einen sternenübersäten Himmel. Wiederholt konnten wir das Aufziehen von schwarzen Gewitterwolken beobachten. Für mich als Bio-Lehrerin waren die Bergwiesen sehr ergiebig. Wir setzten uns neben ein Pflanzerl und versuchten es abzuzeichnen.

    Bei einem anderen Aufenthalt bot sich unseren 15jährigen Mädchen eine Chance etwas über Säuglingspflege zu lernen. In der Nachbarschaft, beim "Schusterbauern", war in der Kinderschar der kleine Kajetan als kerngesunder Säugling da. Die Bäuerin stellte der Klasse die große Stube mit dem runden Tisch zur Verfügung. Der kleine "Kaitani" ließ sich johlend und strampelnd von jeweils zwei Schülerinnen 10mal enthüllen und wieder neu wickeln. Das war natürlich ein besonderer Glücksfall.

Martha Grabensee, Studiendirektorin i.R. (verstorben 2005 im Alter von 94 Jahren)

Erfahrungen von heute:

    Frau Deindl erzählt . . .

    Die Theatergruppe unserer Schule hielt sich kurz vor der Aufführung eines neuen Stückes für vier Tage auf dem Schauerhaus zu einem Intensivtraining auf. Als besonders angenehm empfanden wir es, daß wir nicht nur ungestört proben konnten, sondern in dem ausschließlich unserer Gruppe zur Verfügung stehenden Raum unsere gesamten Requisiten, Kostüme, etc., bedenkenlos bis zur nächsten Probe liegen lassen konnten.

    Die Trainingspausen nützen die Schüler recht individuell zu kleinen Tischtennistunieren, Ball- und Gesellschaftsspielen oder kleinen Wanderungen - gefahrlos, ohne daß sie der ständigen Beaufsichtigung durch einen Lehrer bedürft hätten.

Hermine Deindl, Rektorin an der Volksschule Rosenheim-Fürstätt

Das Haus vom Nikolaus...

    eine MINTENSIV-Woche auf dem Schauerhaus

    Insgesamt 59 Realschüler und Realschülerinnen der 9. Klassen von der staatlichen Realschule Trostberg, der staatlichen Realschule Prien und der Erzbischöflichen St. Ursula Mädchenrealschule Lenggries verbrachten die Woche vom 26. bis 30. Oktober in einer Lernwoche der besonderen Art.
    Schauplatz für die sogenannte „MINTENSIV-Woche“ war das wunderschön in die Herbstlandschaft eingebettete „Schauerhaus“ in Oberaudorf, ein Schullandheim, das von der Familie Schweinsteiger liebevoll geführt wird.

    Tagsüber standen die Fächer Navigation, Robotik und Technik auf dem Programm, die von Referenten der Hochschule Rosenheim den Schülern und Schülerinnen anschaulich und fachkompetent präsentiert wurden. Insbesondere durften die Schüler und Schülerinnen in Kleingruppen selbst Hand anlegen: einen Roboter bauen, den selbst gebauten Roboter programmieren, Mechanik-Modelle bauen, das Gelände mit einem Navigationsgerät erkunden und Geocaches legen, Modelle für den 3D-Drucker planen und durchführen. Aber auch für scheinbar theoretische Themen der Mathematik war Platz. So wurden die Schüler und Schülerinnen mit dem berühmten „Haus vom Nikolaus“ dazu angeregt, über Strecken und Punkte nachzudenken, das in einem Wettbewerb „Wer findet die kürzeste Strecke?“ gipfelte. Für das „Aha“-Erlebnis sorgte dann die Erkenntnis, in wie vielen Alltagssituationen man über diese Fragestellung mathematisch nachdenken kann: Planung von Marathon-Stadtläufen, Stromleitungsverlegung, effektive Planung von Dienstreisen. Von wegen, Mathematik sei langweilig…das Gegenteil wurde hier bewiesen.

    Auch am Abend erwartete die Schüler und Schülerinnen ein interessantes Programm. Der Vortrag „Gezielte Wege der Berufsfindung“  präsentiert von Stefan Schweinsteiger und Max Sonnenhuber. Die beiden Vortragenden verstanden mit Charme und Witz ihre ersten Erfahrungen bei ihren verschiedenen Bewerbungsgesprächen und ersten Jobs anschaulich zu machen. Mit Rollenspielen, bei denen die Anwesenden beteiligt wurden, dachte wohl jeder persönlich nochmal über seine eigenen Schwächen und Stärken nach, oder welche eigenen Ziele man in seinem Leben gerade verfolgt.
    Die schöne Nachricht -„Ihr könnt alles erreichen, wenn ihr es wollt“- kam an.

    Auch am zweiten Abend stand die Berufsorientierung auf dem Programm. In Gruppenarbeit mussten die Schüler und Schülerinnen unter strikter Zeitvorgabe verschiedene Aufgaben lösen: Bau und Präsentation eines Turmmodells, E-Mails nach ihrer Wichtigkeit bearbeiten oder Argumente finden um eine Beschwerde gegen eine Baufirma zu bearbeiten. Im Vordergrund stand bei dieser Übung die Schüler und Schülerinnen mit ihrer eigenen, spontanen Präsentation und Kommunikation zu konfrontieren. Die Schüler und Schülerinnen hatten großen Spaß an dieser Übung, und lernten bei dieser Gelegenheit sich und die anderen von einer neuen Seite kennen.

    Dank des engagierten Einsatzes von Herrn Maximilian Bogner, dem MINTENSIV-Koordinator, wird  die MINTENSIV-Woche an mehreren Terminen im Schuljahr für die Realschulen in Oberbayern angeboten. Ziel dieser Veranstaltung ist es, Schüler und Schülerinnen darin zu motivieren, naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen in einer vorbereiteten Lerncamp-Atmosphäre zu bearbeiten. Darüber hinaus sollen die Schüler und Schülerinnen ihre eigenen Stärken entdecken, und lernen sich in die Gruppe einzufügen. Das Schauerhaus mit seinen vielfältigen Freizeitmöglichkeiten (Fußball, Hockey, Tischtennis, Wanderungen in der Umgebung und Sommerrodelbahn) bietet dafür die ideale Kulisse.
     

Dr. Edith Oberhofer
Erzbischöfliche St. Ursula Mädchenrealschule

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    >> Vierthaler@Schauerhaus.de

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